Freitag, 18. Januar 2013

(un)Gerechte Prügel für die Kirche?

(c) www.ko-tropfen-koeln.de 
Der Kölner Stadtanzeiger brachte die Geschichte an den Tag: In der Nacht vom 14. auf den 15. Dezember 2012 hatte eine junge Frau, 25 Jahre alt in der Kölner Innenstadt gefeiert. Was in dieser Nacht noch geschehen ist, daran vermochte sie sich nicht zu erinnern, als sie am nächsten Tag auf einer Parkbank in Köln-Kalk erwachte. Gemeinsam mit ihrer Mutter suchte sie die notdiensthabende Ärztin Dr. Irmgard Maiworm in Köln-Nippes auf, die üblicherweise im benachbarten Bergheim praktiziert. Die Ärztin äußerte nach der Untersuchung den schlimmen Verdacht, dass jemand der jungen Frau „KO-Tropfen“ verabreicht haben könnte. Möglicherweise sei sie während ihrer Bewusstlosigkeit vergewaltigt worden. Die Betroffene erinnerte sich noch, an der S-Bahn-Haltestelle auf den Zug nach Hause gewartet zu haben. Die Ärztin hatte sie über die möglichen Folgen einer Vergewaltigung aufgeklärt und zur Sicherheit die „Pille danach“ verschrieben, um eine mögliche Schwangerschaft auszuschließen.
Zur Beweissicherung (die Substanzen, die allgemein als KO-Tropfen bezeichnet werden lassen sich im Körper nur relativ kurze Zeit nachweisen) machte sich die Praxis per Telefon auf die Suche nach einem geeigneten Krankenhaus. Doch zu ihrer Überraschung weigerten sich zwei katholische Einrichtungen, das Opfer zu diesem Zweck aufzunehmen, wohl aus Sorge der jungen Frau die „Pille danach“ selbst verabreichen zu müssen. Erst im evangelischen Krankenhaus in Köln-Kalk wurde die Frau dann umfassend medizinisch betreut. 
Auch wenn das Erzbistum und der katholische Klinikträger das Geschehene umgehend bedauerten, um Entschuldigung baten und betonten, dass hier ein Missverständnis vorgelegen haben müsse ging die Geschichte einen Tag später durch sämtliche Medien. Bistum und Krankenhausträger – wie auch zahlreiche andere kirchliche Kliniken - teilten umgehend mit, dass die medizinische Versorgung eines Vergewaltigungsopfers selbstverständlich in jeder katholischen Einrichtung gesichert sei, allerdings mit Ausnahme der Verschreibung der „Pille danach“, was das Krankenhaus aus christlichen Überzeugungen ablehne.
Trotz allen Bedauerns und aller weitergehenden Erklärungsversuche: das Bild in der Öffentlichkeit ist (wieder einmal) verheerend. Überall lauten die Schlagzeilen: „Katholische Kliniken weisen Vergewaltigte ab!“ Von „unterlassener Hilfeleistung“ und „Strafvereitelung“ ist die Rede. 
Ich möchte nun gar nicht auf die Fehler, Widersprüche und Vereinfachungen selbst in seriösen Veröffentlichungen eingehen. Den genauen Sachverhalt möchte das NRW-Gesundheitsministerium aufklären. Die Staatsanwaltschaft Köln sieht allerdings keinen Grund der Sache nachzugehen. Was auch immer die Nachforschungen ergeben werden ... in den Köpfen der meisten Menschen wird hängen bleiben: Der Kirche ist die „reine, saubere Morallehre“ wichtiger als die Not eines Menschen. All die aufopfernde Arbeit zahlreicher Ärzte und Ordensschwestern, Pfleger und Pflegerinnen in der Krankenpflege, all die engagierte Hilfeleistung, das „für die Kranken da sein“ mit aller Kraft, wird in den Augen vieler Menschen nichts gelten gegen diese Schlagzeilen. 
Schon rufen wieder interessierte Kreise und die Leute an den Stammtischen und auf der Straße nach einer Trennung von „Kirche und Staat“ und der Verstaatlichung kirchlicher Krankenhäuser und weiterer Einrichtungen. 
Der bekannte Kölner Pfarrer Franz Meurer aus Köln–Vingst sagte im Interview mit dem Kölner Stadtanzeiger: „Die katholische Kirche vertritt eine klare moralische Position. Eine solche Position läuft allerdings Gefahr, nicht verstanden zu werden. Gerade dann, wenn sie sich der Realität stellen muss, so wie es in dieser besagten Nacht passiert ist.“
Vielleicht zeigt die Situation recht eindringlich einen Aspekt dessen, was Papst Benedikt mit seinem Ruf nach „Entweltlichung“ gemeint hat. Wer in der pluralen und vielgestaltigen Gesellschaft Deutschlands eine weitgehend mit öffentlichen Mitteln finanzierte Einrichtung betreibt, der muss immer wieder Kompromisse machen. Im alltäglichen Leben kommt man mit der „reinen Lehre“ nicht unbedingt weiter. „Theoretisch“ ist es jedenfalls einfacher, über Empfängnisverhütung oder Lebensschutz zu sprechen, als wenn man selbst Kliniken betreibt. „Nebenan“, in der kommunalen Klinik wird nämlich als selbstverständliche Leistung angeboten, was die katholische Einrichtung aus ethischen Gründen ablehnt. Doch kann ein Rückzug aus dieser Verantwortung wirklich der richtige Weg sein? Heute betrifft es die Fragen rund um Verhütung oder gar Abtreibung, morgen geht es um Sterbehilfe, übermorgen um Euthanasie und dann?
Ohne eigene Krankenhäuser könnte die Kirche sicher leichter „klare Kante“ zeigen. In der Lehrverkündigung geht es um das „große Ganze“ und nicht um Grenzfälle, wo für komplizierte Güterabwägungen und Differenzierungen manchmal keine Zeit bleibt. Dazu sagt Pfarrer Meurer „Wer in der Gesellschaft mitspielen will, der muss die Realität anerkennen. Der muss auch demütig sein. Wir Christen haben ein Kommunikationsproblem. Für uns muss der Mensch im Mittelpunkt stehen.“
Im Grunde ist die Kirche ja Erfinderin der Sorge um die Kranken in Spitälern und Krankenhäusern, viele Ordensschwestern und -Brüder haben sich über Jahrhunderte in der Nachfolge Jesu um Kranke gekümmert, zahlreiche Heilige haben in der Krankenpflege ihr Leben hingegeben, denken wir nur an Persönlichkeiten wie Friedrich Spee in Deutschland oder Pater Damian de Veuster auf Hawai. Schon vor dem Hintergrund dieser Geschichte halte ich es für undenkbar, dass sie sich aus diesem Bereich des öffentlichen Lebens zurückzieht. 
Wohlfeil ziehen zahlreiche Kommentatoren des Vorfalls gleich Joachim Kardinal Meisner mit ins Boot, der als besonders konservativer Kirchenmann die Krankenhäuser zu solch „unmenschlichem“ Handeln gedrängt habe. Und ohne das genauer zu belegen, wird munter behauptet, dass die Kirche „Zuwiderhandlungen“ gegen die ethischen Grundordnungen der katholischen Krankenhäuser mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen bedrohe. Erst kürzlich sei (was die Kirche dementiert) einer Ärztin aus diesem Grund gekündigt worden. Die Sache bauscht sich mehr und mehr auf. 
Was mich wirklich betroffen macht, ist die Feindseligkeit und die Bereitschaft, völlig undifferenziert zu reden und zu schreiben, welche sich in diesen Tagen in den Diskussionsforen von Homepages und bei Facebook präsentiert. Wohlgemerkt dort, wo jede(r) mit seinem Namen für seine Meinung einsteht, nicht in anonymen Dialogforen! Kaum einmal ein Beitrag, der sich wohltuend vom „Shitstorm“ der Entrüstung abhebt. Klischees über Klischees werden ausgebreitet, an der Kirche bleibt kaum ein gutes Haar. Austritt, Austritt wird allenthalben empfohlen. 
«Betrübt hat mich, dass auch Katholiken, die es eigentlich besser wissen konnten, mit sprungbereiter Feindseligkeit auf mich einschlagen zu müssen glaubten.» So beschrieb Papst Benedikt in seinem Brief an die deutschen Bischöfe nach dem Streit um die Piusbruderschaft, wie er die Eskalation des Konflikts erlebt hat. Mit Blick auf die zahllosen Kommentare unserer Zeitgenossen stimmt das auch heute wieder. Sprungbereite Feindseligkeit ist es, die manchmal denen entgegenschlägt, die sich in der Kirche engagieren und weiter zu ihr stehen. Was hat die Kirche in den letzten Jahren falsch gemacht?
Ob die Aufregung wohl kleiner geblieben wäre, wenn der Redakteur des KSTA seinen Bericht etwas weniger dramatisch aufgeladen hätte? Vielleicht hat es sich nämlich so zugetragen: Die Sprechstundenhilfe der Notdienstpraxis ruft im nahegelegenen katholischen Krankenhaus an. „Wir haben hier eine Patientin, die vermutlich vergewaltigt wurde. Sie braucht entsprechende Betreuung, sie braucht Notfallkontrazeption und eine anonyme Beweissicherung der Verbrechensspuren.“ Die diensthabende Ärztin hat darauf möglicherweise geantwortet: „Wir sind ein katholische Haus, wir können die Patientin zwar betreuen, aber eine Notfallkontrazeption ist in unserem Haus selbst nicht möglich. Finden Sie nicht, dass es sinnvoller wäre, die Patientin in ein Krankenhaus zu schicken, wo sie auch die „Pille danach“ erhält?“ Möglicherweise hat die Notdienstärztin sich gewundert, weil ihr so ein Fall noch nicht untergekommen ist und noch ein weiteres katholisches Haus angerufen und dort eine ähnliche Antwort erhalten. Der ganzen Sache wäre mit einer solchen Schilderung (die ja auch nicht unwahrscheinlich ist) etwas von ihrer die Dramatik genommen. (Nachtrag: Dass es vielleicht wirklich so war legt die aktuelle Berichterstattung des KSTA nahe: www.ksta.de/politik/-pille-danach--erzbistum-sah-sich-unter-zugzwang,15187246,21522926.html)
Egal ob es so oder anders war, jedenfalls sind wir damit bei „des Pudels Kern“. Ist es wirklich sinnvoll, ja ist es christlich, als kirchliche Einrichtung angesichts eines solchen Verbrechens eine Notfallkontrazeption zu verweigern und damit möglicherweise eine Schwangerschaft in Kauf zu nehmen? Angesichts der allgemeinen Rechtsprechung müsste eine Klinik doch mit Schadenersatzforderungen rechnen. Aber nicht nur deswegen, sondern auch aus ethischen und menschlichen Überlegungen (vom hippokratischen Eid einmal ganz zu schweigen) haben sich die meisten katholischen Krankenhäuser Wege überlegt, wie es dennoch geht und leisten jede mögliche  Hilfe. Einige Häuser sorgen sogar im eigenen Haus für die Gabe der „Pille danach“, manche vermitteln an andere Stellen weiter. Auch das betroffene Krankenhaus der Cellitinnen der Hl. Maria überläßt die Entscheidung über eine Notfallkontrazeption ausdrücklich der betroffenen Patientin, schließt in den ethischen Richtlinien auch eine entsprechende Beratung nicht aus, verweist allerdings für die Verschreibung des Medikamentes auf den Hausarzt der betroffenen Frau. 
Dennoch, ist das wahrhaftig. Die Verantwortlichen flüchten damit aus einem Dilemma. Da die Wirksamkeit der „Pille danach“ mit der vergehenden Zeit mehr und mehr sinkt, kommt es auf jede Stunde an. Ist es moralisch wirklich überzeugender, wenn eine Klinik die Gabe der „Pille danach“ durch andere Personen ermöglichst, aber nicht selbst verabreicht?
Es wäre sicher aufschlussreich, einmal eine intensive moraltheologische Abwägung der besonderen Situation anzustellen. Die ethischen Überlegungen der Klinik bleiben leider sehr an der Oberfläche. Kann es wirklich überzeugen, wenn die hohe Wertschätzung, die die katholische Kirche dem entstehenden Leben entgegenbringt und der Einsatz, mit dem sie das menschliche Leben von der Befruchtung an schützen möchte, letztlich dazu führt, dass die Kirche einem Vergewaltigungsopfer im Extremfall eine Schwangerschaft aufbürdet, mit all den furchtbaren Folgen für die Psyche und das weitere Leben dieser jungen Frau (und den Folgen für das mögliche Kind)? Wohlgemerkt, es geht hier nicht um eine Abtreibung, obwohl manche Prinzipienreiter die „Pille danach“ aus dieser Perspektive beurteilen. (Anmerkung: Soweit ich die medizinischen Informationen überblicken kann, beruht die Wirksamkeit der Medikamente auf einer Verhinderung des Eisprungs. Allerdings kann das Medikament in einem engen Zeitfenster auch die Einnistung einer evtl. schon befruchteten Eizelle verhindern. Auf eine bereits eingenistete Eizelle hat das Medikament wohl keine Auswirkung. In manchem "innerkirchlichen Diskurs" wird die "Pille danach" insbesondere aus diesem Wirkungsaspekt heraus als potentielle "Frühabtreibung" betrachtet.)
Daher schütteln über den Vorfall in Köln auch viele treue Kirchgänger den Kopf. Kein noch so trockener Theologe kann sich der Betroffenheit durch die offensichtlichen Folgen einer solchen Handlungsempfehlung entziehen: Aus einer Vergewaltigung kann so eine lebenslange Tragik und ein lebenslanges Trauma entstehen. Wer will dafür ernsthaft die Verantwortung übernehmen, wenn es möglich ist, ohne die bewusste „Tötung“ einer Eizelle, durch die „Pille danach“ mit hoher Wahrscheinlichkeit zu verhindern, dass es überhaupt zu einer Befruchtung kommt. 
Der tiefe Hintergrund der Ablehnung von Verhütungsmitteln durch die katholische Kirche ist der Wunsch, dass aus der Liebe zweier verheirateter Menschen neues Leben entsteht. Eine größere Pervertierung dieser positiven Sicht der geschlechtlichen Liebe als eine Vergewaltigung ist doch kaum noch vorstellbar. 
Die Moraltheologie der kath. Kirche kennt ja durchaus eine Güterabwägung, wenn es um das Leben der Mutter und das Leben des ungeborenen Kindes geht. Ich erinnere mich zudem, dass sogar der Papst vor einigen Jahren einmal Überlegungen zu einem extremen Fall angestellt hat, wo er die Nutzung eines Kondoms für ethisch angemessener hielt als „ungeschützten“ Geschlechtsverkehr ohne Kondom. Als Verteidigerin des unbedingten Wertes des menschlichen Lebens möchte die Kirche das Leben von der Empfängnis an schützen. Ob es nicht auch besser wäre, mit der „Pille danach“ eine Schwangerschaft zu verhindern als später mit kriminologischer Indikation möglicherweise zu einem Schwangerschaftsabbruch gezwungen zu sein, weil die Belastung der Frau durch die Schwangerschaft viel zu groß ist. Ist das menschlich? 
Hier sollten die Ethikkommissionen der jeweiligen Krankenhäuser noch einmal in Ruhe nachdenken. Ich bin kein Moraltheologe, aber meine (vermutlich lückenhafte) Kenntnis katholischer Moraltheologie und kirchlicher Praxis lassen mir durchaus Pfade möglich erscheinen, aus der moraltheologischen Klemme herauszukommen und Wege zu finden, die das Handeln der katholischen Kirche (nicht nur in der menschlichen Begegnung) sondern auch in der kirchenkritischen Öffentlichkeit wahrhaftiger und menschlicher erscheinen lässt.
Ich bin mir sicher, dass Joachim Kardinal Meisner den Krankenhäusern keine „ordre du mufti“ zu solchem Verhalten übermittelt hat. Trotzdem könnte es gut sein, wenn er das Versagen der Krankenhäuser benennen und dafür um Verzeihung bitten würde. Vielleicht könnte auch jemand erklären, dass man in Zukunft in so einer Situation parteilich an der Seite der Opfer stehe und mit der betreffenden Frau jeden Weg mitgeht, zu dem diese sich entscheidet, also z.B. deren Wunsch nach der „Pille danach“ in soweit akzeptiert, dass man das Medikament auch umgehend beschafft und zur Verfügung stellt und die Frau - soweit sie es wünscht - seelsorglich begleitet, um ihr zu helfen, die traumatische Erfahrung möglichst gut und unbeschadet zu überwinden. Und eine persönliche Vergebungsbitte gegenüber der betroffenen Frau (jenseits öffentlicher Berichterstattung) wäre sicher auch angebracht. Als engagierter Katholik möchte ich sie um Vergebung bitten, aus welchem Grund auch immer ihr letztlich nicht geholfen wurde.

Die ethischen Überlegungen der Kliniken im Originaltext: www.ksta.de/blob/view/21493554,17471472,data,StellungnahmeNFK.pdf.pdf

Kommentare:

  1. Aus dem Kölner Stadtanzeiger: "Erzbischof Joachim Meisner hat sich nach der Kölner Klinikaffäre bei dem abgewiesenen Vergewaltigungsopfer entschuldigt. „Dieser Vorgang beschämt uns zutiefst, denn er widerspricht unserem christlichen Auftrag und Selbstverständnis“, stellte er am Dienstag in einer Stellungnahme fest. Was der Frau widerfahren sei, hätte nie geschehen dürfen. Es gebe keine kirchliche Anweisung, Vergewaltigungsopfer anders zu behandeln oder abzuweisen."

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  2. Liebe Grüße in meine Heimatstadt, die von der St. Paulus Gemeinde nebst Kindergarten und einem Religionsunterricht von Pfarrer Maday geprägt war.

    Erst einmal kurz zu den Konzil-Gedanken des Blog:
    Ich hatte kürzlich, mittlerweile im tiefsten katholischen Münsterland lebend, ein wunderschönes Gespräch mit einem unserer Pfarrer, und wir kamen auch auf das Konzil zu sprechen.
    Sinngemäß möchte ich folgendes daraus zitieren:
    „... Die heutigen Pfarrer sind viel konservativer als die 68iger-Pfarrer" (Stichwort Konzil!), wir waren froh, die Kragen endlich ablegen zu können, und heute legt man darauf wieder wert! Das Konzil hatte soviel Reformpotential! ..."
    und daraufhin diskutierten wir die Frage, ob die heutigen Pfarrer in meinem Alter (geboren in den 70iger Jahren) verhinderte Popper oder Möchtegern Aristokraten von früher sind?
    Oder etwas netter formuliert:
    Hat sowohl die weltliche als auch die geistliche 68iger Revolution Ihre Kinder gefressen?
    Am Rande des Ruhrgebietes trägt man das Herz auf der Zunge und redet Tacheles, und der Herr Kardinal geht wie man so schön sagt „auf keine Kuhhaut“, und das sieht dann so aus:
    http://futterschnute.wordpress.com/2013/01/27/weg-mit-dem-dreck-aufschrei/
    Ich wünsche einen schönen Sonntag
    Frau Futterschnute

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    1. Ich kenne diese Beobachtung auch. Ich finde es allerdings etwas oberflächlich. Die heutigen Pfarrer sind schon auch noch sehr individuell. Aber es hat sich ja mehr verändert als nur die Pfarrer. Leider kommen aus dem "fortschrittlichen" Milieu kaum noch Priester. Für die "Konzilspriester" war es ein Aufbruch in eine weitere Welt. Sie haben für die Kirche die Türen weit geöffnet, mussten aber merken, dass etliche rein gekommen sind aber auch nicht wenige ganz gegangen sind in die noch freiere Freiheit. In der heutigen großen Verunsicherung über den Weg der Kirche sieht der Weg der Tradition wieder sicherer aus, scheint fester zu sein... wird für manche wieder attraktiv. Die Frage ist: gelingt es uns in der Verschiedenheit Kirche zu sein und trotz aller Unterschiedlichkeit miteinander auf den Weg zu kommen? Pfr. Maday lebt heute in Kevelaer. Viele Voerder sagen, dass er im Alter milde geworden ist. Wie haben Sie ihn erlebt? Kardinal Meisner wird mir zu schnell schuldig gesprochen. Ich finde man wird ihm wirklich nicht gerecht...

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  3. Im www sagt man doch Du? oder?

    Ich bin "gerade" 41 Jahre alt geworden, und "Du" vielleicht ein etwas jünger als ich ...:D
    Deine Arbeit in der Gemeinde finde ich KLASSE!
    für mich ein Traumzustand. Ich hätte glatt eine Vorschlag: warum nicht die "sterbende" Pestalozzi Schule in eine katholische Grundschule ändern?


    Herr Maday war für mich wie die leitende Nonne meines Kindergartens mal so formuliert: "gütig mit klaren Ansagen einhergehend mit persönlich
    formulierten Abgrenzungen gegenüber der Ökumene"

    Herr Maday war im Gespräch mit meiner Mutter der Meinung, daß ich überhaupt keinen Namenstag habe, und somit eine Art neudeutsch "NO-GO".

    Die Ableitung meines in den 70igern beliebten Namens obwohl mehr als offensichtlich war ihm wahrscheinlich unbekannt.

    Ist das Menschenkind, aus einer ökumenischen Ehe hervorgehend mit einem nicht "ableitungswürdigend Namen" , überhaupt etwas wert? so fühlte sich meine Mutter nach dem Gespräch mit Herrn Maday, und ich mich auch.
    Meine Mutter hatte als Katholikin alles getan, damit ihre Kinder dementsprechend in in Ihrem Glauben erzogen werden.
    Meine Schwester besuchte sogar eine "rein" katholische" Grundschule!
    In welchem Jahrhundert lebten wir "damals" anlässlich der "Vorkommnisse" der Vergangenheit muß man an dieser Stelle gar fragen: in welchem Jahrzehnt!

    Nun gut, vergeben und vergessen!

    BUT back to nowaday topics:

    Herr M. aus Kölle?

    erneut trage ich mein Herz auf der Zunge und rede Tacheles:
    "...Aus welchen Substanzen werden eigentlich die Hostien gebacken, damit der gläubige Katholik diesem kryptozoologischen Pillen-Kardinal aus Köln anerkennen kann?..."
    http://futterschnute.wordpress.com/2013/02/05/eine-hinterfotzige-gefolgschaft/

    PS:
    Progesteron zählt zu den weiblichen Sexualhormonen aus der Gruppe der Gestagene. Es sorgt während einer Schwangerschaft für das Wachstum des Embryos und regelt seine Versorgung mit wichtigen Nährstoffen.
    Ulipristalacetat besetzt die Andockstellen für Progesteron, sodass dieses nicht mehr binden und seine Wirkung entfalten kann. In der Folge wird die Produktion von Proteinen unterdrückt, die für den Beginn und Erhalt der Schwangerschaft notwendig sind.

    Herr M. beruft sich u.a. auf: eine Pressemitteilung des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) und der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologische Endokrinologie und Fortpflanzungsmedizin

    die Ihre "Hausaufgaben" bei der Pressemitteilung" nicht sogfältig erledigt haben




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  4. Der Fall ist ganz einfach:

    Keine der Krankenhäuser DARF Vergewaltigungsopfer untersuchen und Spurensuche vornehmen. Dies dürfen nur 5 Kliniken in Köln. Nicht eine einzige davon ist eine Katholische.

    Die Notärztin hätte es wissen müssen und wusste es bestimmt auch.

    Man kann davon ausgehen dass dieser "Fall" von professionellen Medienleuten hergestellt worden ist um die Kirche zu diskreditieren.

    Das ist ähnlich wie beim Fall Williamson, bei dem ein britischer Vagantenbischof, von einer Niederländischen (homosexuellen + Aktivistin) Journalistin in Deutschland ein Interview gab und sich dort zum Holocaust äusserte. Seltsamerweise wurde das Interview nicht sofort ausgestrahlt sondern einige Monate später - nachdem Papst Benedikt die Exkommunikation der Piusbruderschaft aufhebte.

    Es wird langsam Zeit dass in Europa die Menschen aufwachen und begreifen dass in den Medien nichts aus Zufall geschieht. Es sind Leute dahinter die benutzen die Medien als Waffe, als Werkzeug, als Meinungsverbreiter.

    Und ja, dafür sprechen Sie sich ab, setzen die richtigen Leute auf die richtigen Personen an, fragen die richtigen Fragen, fälschen die Antworten, reissen sie aus dem Zusammenhang mit dem Ziel etwas zu erreichen.

    Die Katholische Kirche muss endlich begreifen dass dies nicht "nette Journalisten" sind, sondern Feinde, Gegner, Lügner, Betrüger die nach Geld und Macht streben. Propaganda, Agritprop, Gehirnwäsche und all das andere gehört dazu.

    Templarii

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  5. Ein interessanter Bericht zur Problematik:
    http://www.brigitte.de/gesellschaft/politik-gesellschaft/vergewaltigung-schwanger-1059924/

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  6. Zur Wirkweise der Pille danach ein differenzierender Text einer Gynäkologin: http://www.kath.net/detail.php?id=40225

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