Montag, 20. Juli 2020

Der Hl. Bruno – ein fast vergessener Sohn des hilligen Köln?

Neben dem Hl. Benedikt, dem Hl. Bernhard, dem Hl. Franziskus und dem Hl. Dominikus (um mal nur die Männer aufzuzählen) dürfte der Hl. Bruno (1031 – 1101) wohl einer der bedeutendsten Ordensgründer der katholischen Kirche sein. 


In ganz Europa gab es die sehr besonderen Kartäuserklöster, bis zur Reformation und auch darüber hinaus wurden zahlreiche Kartausen eröffnet. Der Orden erlebte eine dynamische Erfolgsgeschichte. Und während die Klosterdisziplin und die Befolgung der Ordensregeln in anderen Klöstern immer wieder zusammenbrach, so wird dies von den Kartäusern nur selten berichtet. Bei Bruno handelt es sich also um eine wirklich herausragende Gestalt der Kirchengeschichte. 

Ich schreibe das in dieser Weise, weil Bruno (was wohl viele nicht wissen) ein Kölner ist. Daher wäre es ja eigentlich zu erwarten, dass Köln ihn ehrt, so wie das Nursia mit Benedikt tut und Assisi mit dem Hl. Franziskus. Aber trotz aller Bemühungen konnte ich in Köln keine einzige Pfarrei mit seinem Patrozinium entdecken. Und auch im ganzen Erzbistum findet sich eine einzige St. Bruno-Kirche und das ausgerechnet in Düsseldorf. Ihr Patrozinium verdankt die 1964 erbaute Kirche hier wohl dem nahe gelegenen Kartäuserkloster, das aber just im Baujahr der heutigen Kirche aufgegeben wurde. Die Kartäusermönche zogen ins stille Allgäu.  

Ob es auch hier so ist, dass der Prophet im eigenen Land nichts zählt? 

Es mag vielfältige Gründe geben, warum die Verehrung des Hl. Brunos im Erzbistum Köln und überhaupt in ganz Europa außerhalb seines Ordens kaum Spuren hinterlassen hat. In der Stadt Köln lag das sicher auch an der Bedeutung des Domes und der Reliquien der Hl. Drei Könige. Die prägen die Kölsche Frömmigkeit, das Stadtbild, die Kunst über alle Maßen. Ein weiterer Grund wird darin liegen, dass Bruno zunächst nur im Orden selbst verehrt wurde. Erst die Wiederentdeckung seines Grabes im Jahre 1502 brachte einen gewissen Wandel. Bruno wurde nie formell heiliggesprochen, die Verehrung wurde dann 1514 von Papst Leo X. für den Orden und 1622 von Papst Gregor XV. für die ganze Kirche anerkannt. Also weit über ein halbes Jahrtausend nach seinem Tod. Das ist auch der Grund, dass es nur ganz wenige ältere Darstellungen Brunos gibt. So gehört ein im Kölnischen Stadtmuseum aufbewahrter Holzschnitt von 1520 zu den ältesten und stilprägenden Darstellungen  des Heiligen. 

Trotz vieler historischer Gründe wäre es sicher wünschenswert, wenn Köln oder wenn die Kirche in Deutschland ihren großen Sohn wieder für sich entdeckte. Man könnte spirituell hiervon sicher profitieren aufgrund des geistlichen Erbes des Kartäuserordens, in der Entdeckung der Stille und des Schweigens, für die rechte Balance zwischen Gemeinschaft und Einsamkeit, die geistlichen Schriften, z.B. des Dionysius Carthusianus, die Schlichtheit und Einfachheit des Lebens, der Treue zu  Gott, zu den eigenen Überzeugungen und eines eigenständigen Lebenswegs. Dem von Bruno gegründeten Orden verdanken wir die Überlieferung der Schriften der Devotio moderna; der mittelalterlichen Mystik, das Rosenkranzgebet und manches mehr. In vielen Städten erinnern Flur und Straßennamen an das Wirken des Ordens und an Niederlassungen der Kartäuser.  

So lade ich Sie, lieber Leser jetzt zu einer kleinen Wallfahrt auf den Spuren Brunos ein. 

Wenn wir dazu nach Köln kommen, dann kann diese Wallfahrt im Grunde auch nur im Dom beginnen. Man muss ein wenig suchen, um Brunos Spuren im Dom zu entdecken. Aber es gibt sie. So z.B. findet sich direkt unter dem Richterfenster eine Reihe von lebensgroßen Figuren. Meist überstrahlt vom Licht des berühmten Fensters sind sie nur schwer erkennbar. Die großen Figuren hat 1870 der Künstler Peter Fuchs geschaffen. Bruno steht dort in einer Reihe mit weiteren Ordensgründern. Von links nach rechts handelt es sich um folgende Heilige: Benedikt, Dominikus, Franziskus, Bruno von Köln, Ignatius von Loyola und Theresia. Über ihnen stehen Engelfiguren mit Schriftbändern, deren Worte sich auf die darunter dargestellten Heiligen beziehen. Das Schriftband des Engels über Bruno trägt den Begriff BONITAS (Güte) - entsprechend des von ihm überlieferten Gebetes "O Bonitas!". Bruno trägt einen großen Stern auf der Brust (in Erinnerung an eine Vision des Bischofs Hugo von Grenoble, der diesen zum Patron der Klostergründung Brunos werden ließ und heute auch das Ordenswappen prägt) und ist aufgrund seines typischen Ordensgewand ist leicht als Kartäuser zu erkennen. Den Dom selbst hat Bruno natürlich nie betreten, da mit seinem Bau erst 1248 begonnen wurde. 

Ein weiteres Mal hat den Hl. Bruno ausgerechnet ein Bayrischer König zurück in den Dom seiner Heimatstadt getragen. Das letzte Fenster im Hauptschiff, bevor das südliche Querhaus des Domes beginnt (wo die Bruno-Figur hängt) ist nur zur Hälfte ausgeführt. Gestiftet wurde es 1848 von König Ludwig I.. Hier entdecken wir ein eher kleines Brustbild des Ordensgründers.









Interessant ist für den Kartäuserfreund auch dieses Fenster: 

Es zeigt einen Mönch im Gewand der Kartäuser. Auch das Kreuz und der Stern auf der Brust scheinen auf Bruno zu verweisen. Aber es steht eindeutig darunter: "Bernhard von Clairvaux". Freundlicherweise hat die Dombauhütte (Frau Dr. Ulrike Brinkmann, Leiterin der Glasmalereiwerkstatt) mir auf meine Nachfrage ausführlich geantwortet: "Sie haben Recht: Die Figur des hl. Bernhard ist im Habit eines Kartäusermönches dargestellt. Dass Bernhard gemeint ist, ist allerdings sicher. Das Bildprogramm – abgestimmt mit dem damaligen Domkapitel – sollte im Mittelbild das Apostelkonzil zu Jerusalem zeigen und darunter herausragende Gestalten der vier großen Mönchsorden: Papst Leo IV. (Benediktiner), Bernhard von Clairvaux (Zisterzienser), Thomas v. Aquin (Dominikaner), und Johannes Fidanza, Ordensname Bonaventura (Franziskaner). Das „Petrusfenster“ oder “Apostelkonzil-Fenster“ ist eine Stiftung der Rheinischen Eisenbahngesellschaft und wurde 1876 im Dom eingesetzt. Den künstlerischen Entwurf und dessen Umsetzung auf Glas besorgten Mitarbeiter der königlichen Glasmalereianstalt in München. Mit dem ordensspezifischem Habit der Zisterzienser hat man es sichtlich nicht so genau genommen, vielleicht störte man sich auch an deren schwarzem Skapulier – eine „Unfarbe“ für Glasmaler. Offenbar hat das aber niemanden gestört, im entsprechenden Schriftverkehr im Archiv der Dombauverwaltung ist jedenfalls nichts zu finden. Dreißig Jahre zuvor hatte die königliche Glasmalereianstalt in München die fünf Fenster im südlichen Seitenschiff angefertigt (die sogenannten „Bayernfenster“), darunter das Johannesfenster, in dem, wie Sie selber bemerkten, ein Brustbild von Bruno dem Kartäuser zu sehen ist. Hier hat alles seine ikonografische Richtigkeit.
Nochmal zur Darstellung des hl. Bernhard im Petrusfenster: Der goldene Stern auf seiner Brust soll die Wirkung widerspiegeln, die der Anblick des Kruzifixus in Bernhard auslöste - eine Anspielung auf sein mystisches Kreuzerlebnis."

Nachdem uns die Gestalt des Heiligen nun in der Mutterkirche des Erzbistums Köln schon begegnet ist, verlassen wir die Kirche und gehen hinunter zum Rhein, der Lebensader dieser bedeutenden europäischen Stadt. Wir unterqueren am Rheinufer die Hohenzollernbrücke und erreichen nach einigen hundert Metern die romanische Kirche St. Kunibert. In ihrer heutigen Gestalt wurde sie erst vor wenigen Jahrzehnten wieder vollendet. In der in die Kirche integrierten Schatzkammer kann man ein kleines Reliquiar des Hl. Bruno entdecken. Es steht zwischen weiteren wertvollen Reliquiaren, eher unscheinbar auf einem Fuß aus Alabaster. Es erinnert daran, dass Bruno in den 30er Jahren des 11. Jahrhunderts in Köln geboren wurde, wie eine spätere Überlieferung sagt als Sohn einer bekannten Familie namens Hardefust. 

Bruno ging an St. Kunibert zu Schule und wechselte dann zu weiteren Studien nach Reims, damals das bedeutendste religiöse Zentrum Frankreichs. Später wurde Bruno auch Kanoniker an St. Kunibert, ohne hierfür dauerhaft in die Heimat zurückzukehren. Er begründete die Kartause bei Grenoble, heute das Mutterkloster aller Kartäuser und wurde dann von seinem ehemaligen Schüler, Papst Urban II. nach Rom gerufen. Das ihm angetragene Amt eines Bischofs lehnte Bruno ab, lieber gründete er ein weiteres Kloster in Kalabrien, wo er schließlich starb. Als im Rahmen der Säkularisation das Kartäuserkloster in Köln aufgehoben wurde, kam einer der übrig gebliebenen Mönche als Geistlicher nach St. Kunibert. Er, Pater Engelbert Marx vermachte das Reliquiar nach seinem Tod 1837 dieser Kirche. Leider konnte ich in St. Kunibert keine weitere Erinnerung an den Heiligen entdecken. 





Eine weitere Darstellung des heiligen Bruno findet sich am Rathausturm des Kölner Rathauses. Nach Kriegszerstörungen wurde das Bildprogramm neu entwickelt. In der oberen Etage finden sich in chronologischer Reihenfolge die „Schutzheiligen“ der Stadt, beginnend mit den Drei Heiligen Königen. Seite an Seite mit seinem Zeitgenossen dem Hl. Bischof Anno II. blickt die 1990 geschaffene Figur des Hl. Bruno auf der Westseite des Turms in Richtung Innenstadt und hat den Rhein und den Altermarkt „im Rücken“. Auf der Figur ist das Wappen der Kartäuser zu erkennen. Die Weltkugel, die vom Kreuz überragt wird und die 7 Sterne aus der Vision des Hl. Bischofs Hugo von Grenoble. Stat crux dum volvitur orbis („das Kreuz steht fest, während [solange] der Erdball [die Welt] sich weiterdreht“, so lautet der entsprechende Wahlspruch des Kartäuserordens.






Anfang Februar 1335 kamen sieben (!) Kartäuser aus Mainz nach Köln, um hier eine Kartause zu gründen. Auf dem gestifteten Gelände für das geplante Kloster bestand eine alte Kapelle, die der Hl. Barbara geweiht war. Diese Kapelle übernahmen die Mönche zunächst, sie gabe auch der Kartause bis zu ihrer Auflösung den Namen. Das Klostergelände lag unmittelbar hinter der Stadtmauer in entwickelte sich prächtig. Als Prioren des Klosters im Heimatort des Ordensgründers wuchs diesen ein beträchtliches Selbstbewusstsein zu. Nach und nach entstand die Klosterkirche, die kleinen Einsiedler-Häuschen der Mönche an einem großen Kreuzgang, ein kleiner Kreuzgang, der die Kirche mit den anderen Gebäuden des Klosters und dem Haus der Brüder verband. Und auch eine lange Klostermauer, die in großen Teilen bis heute erhalten ist. 1451 verbrannte die komplette berühmte Bibliothek mit kaum ersetzbaren Büchern, das Herz des Klosters. Die Mönche setzten alles daran, sie wieder aufzubauen und betrieben sogar eine frühe Druckerpresse im Kloster. Die Säkularisation setzte dem Kloster ein Ende, die Mönche mussten das Kloster aufgeben, 1802 wurde es – wie viele andere Klöster aufgehoben. Einem der damals aus dem Kloster vertriebenen Mönche Franz Karl Gereon Marie Farina verdankt die Stadt Köln das Rezept für das „Kölnisch Wasser / 4711“. Zunächst wurde das aber als Heilmittel vertrieben, erst ein französisches Gesetz, das die Offenlegung von „Geheimrezepten“ verlangte sorgte für eine Wandlung zum „Duftwasser“. 

In den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts übertrug man die zwischenzeitlich militärisch genutzten Gebäude und große Teile des Geländes einschließlich der Klosterkirche der ev. Stadtgemeinde Kölns. Die sorgte für eine Renovierung der noch bestehenden Gebäude, die dann allerdings im 2. Weltkrieg erhebliche Schäden erlitten. So ist es bemerkenswert und auch dem Engagement der evangelischen Mitchristen zu verdanken, dass heute noch nennenswerte Teile der Klosteranlage vorhanden sind. So die Klostermauer und in ihr drei von vier Andachtsbildern, die Klosterkirche mit der Marien- und Engelkapelle und der ehemaligen Sakristei, Teile des kleinen Kreuzgangs, ein kleiner Teil des großen Kreuzgangs, das Kapitelhaus, das ehemalige Küchenhaus und auch das große Brüdergebäude, das heute der ev. Kirchenkreis nutzt. Auf diese Weise kann man sich noch heute einen gewissen Überblick über die Klosteranlage verschaffen. Ein Besuch lohnt unbedingt. Ebenso die Lektüre des in der Kartäuserkirche angebotenen Ausstellungskatalogs „Die Kölner Kartause um 1500“, der an eine umfassende Ausstellung von 1991 erinnert. Das damals ausgestellte Klostermodell steht noch in einer Seitenkapelle. 
























Es war ein Lebenstrauma der verbliebenen Kartäuser, die am 23. Oktober 1794 die Weisung bekamen, ihr Kloster binnen 24 Stunden zu räumen. Sie konnten gerade wenig mehr als ihr Archiv und einige Teile des Kirchenschatzes in Sicherheit bringen, als sie miterleben mußten, dass Kölner Bürger das Kloster gerade plünderten und mitnahmen, was ihnen verwendbar erschien. Vieles wurde dabei zerstört. Ein Teil der Bücher und Kunstwerke (Bilder, Altäre, Fenster) kam in andere Kirchen und Klöster. Im Ausstellungskatalog von 1991 sind viele dieser Werke verzeichnet. So wäre ein Besuch des Museums Wallraf unweit des Kölner Rathauses sicher auch eine gute Station dieses Pilgerweges. Einige der dort überlieferten Bilder zeigen auch den Hl. Bruno selbst und andere Heilige des Ordens, wie den hl. Hugo von Lincoln. Im Museum Schnütgen werden weitere Erinnerungen an die Kartäuser bewahrt, wie z.B. dieser Chormantel. In St. Mauritius befindet sich ein Reliquiar mit der Darstellung des Hl. Bruno bzw. eines Kartäusers.


In die Kölner Kirche St. Severin, die nicht weit vom Kloster entfernt liegt, brachte man einen Zyklus von Bildern aus dem Leben des Hl. Bruno. Diese Bilder (ca. 162 x 153 cm groß) malte Peter Joseph Schmitz 1753 nach dem Vorbild der im 17. Jahrhundert für die Pariser Kartause gemalten 22 Bilder des Lebens des Heiligen. Als Vorlage nutzte er damals verbreitete Kupferstiche aus dem Jahr 1680, die aber seitenverkehrt waren, so dass auch die Bilder nun seitenverkehrt sind. Aus den Szenen wählte er folgende Motive aus: 


1. Die Legendes des Raymond Diocrès. Bei dessen Beerdigung soll Bruno anwesend gewesen sein. Der geschätzte und tote Theologe soll sich während der Trauerfeier viermal aufgerichtet und damit seine verborgenen Sünden eingestanden haben. 
2. Bruno lehrt in Reims (und kniet betend vor einem Altar)
3. Bruno zieht mit 6 Gefährten in die Einsamkeit, Engel weisen ihnen den Weg
4. Erzbischof Hugo von Grenoble begrüßt die sieben und führt sie in das Tal der Chartreuse (wovon der Orden bis heute seinen Namen herleitet)
5. Einkleidung Brunos
6. Bruno trifft seinen ehemaligen Schüler Papst Urban II.
7. Bruno lehnt das ihm angebotene Erzbistum ab. 
8. Brunos Tod.









Von daher bietet es sich an, bei einer Wallfahrt auf Brunos Spuren in Köln nach einem Besuch der Reste der Kartause hier in St. Severin den Pilgerweg vor dem 8. Bild des Todes des Hl. Bruno zu beschließen. 




Ich glaube, es ist nicht übertrieben im Blick auf das Leben des Hl. Brunos und die Bedeutung des von ihm gegründeten Ordens, diesen Mann für einen der bedeutendsten geistlichen Söhne der Stadt zu halten. Gibt es noch einen anderen Kölner, der durch sein Wirken die letzten 1.000 Jahre der Geschichte der katholischen Kirche wesentlicher beeinflusst hat? Vielleicht fällt ihnen ja noch jemand ein. Mit dieser Frage möchte ich aber keineswegs die Bedeutung irgendeines anderen heiligmäßigen Menschen schmälern, zumal in Köln ja zu Recht an das Wirken des Hl. Thomas von Aquin, an den Hl. Albertus Magnus, an den Hl. Johannes Duns Scotus, an Adolf Kolping, viele bedeutende und hl. Bischöfe aber auch an die Hl. Ursula und ihre Gefährtinnen, die Hl. Edith Stein und viele andere heilige Frauen erinnert wird. 

Aber es wäre doch schön, wenn sich Köln wenigstens ab und an mit Stolz und Glaubensfreude an den große Sohn der Stadt erinnerte und ihn aus dem Schatten vieler anderer Persönlichkeiten etwas mehr ins Licht stellte. Auch und gerade in der heutigen, schwierigen Zeit der Kirche.

Hl. Bruno - bitte für uns!
Hl. Guigo de Castel - bitte für uns!
Hl. Hugo von Lincoln - bitte für uns!
Hl. Hugo von Grenoble - bitte für uns!
Hl. Märtyrer des Kartäuserordens - bittet für uns!

Die Kartäuser selbst streben keine Heiligsprechungen ihrer Mitbrüder an. Die Initiative zur Heiligsprechung der obigen Ordensheiligen ging von anderen Personen aus. 

P.S.: Übrigens, auch außerhalb Kölns sind St. Bruno – Kirchen und Kapellen weit seltener als die baulichen Reste von Klöstern der Kartäuser. So ist die Kirche des Dorfes Lünten, das zu meiner Heimatstadt Vreden gehört, dem Gründer der Kartäuser geweiht. Der Wahlspruch der Kartäuser ziert den Kirchturm der Marienkirche in Dinslaken-Lohberg. Gerne können Sie mir noch weitere Hinweise geben. Im Bistum Münster bestanden Kartausen in Dülmen – Weddern und in Wesel, später in Xanten. Insgesamt wurden im Laufe eines knappen Jahrtausends etwa 275 Kartausen gegründet, heute sind davon noch 21 Kartausen vorhanden, davon vier für Frauen und 17 für Männer geblieben. Nach der Aufhebung aller 18 deutschen Kartausen wurde nach der Säkularisation eine neue Kartause in Düsseldorf-Unterrath gebaut, die aber 1964 aufgrund der Erweiterung des dortigen Flughafens geschlossen und nach Seibranz ins Allgäu verlegt wurde. 

1 Kommentar:

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